Beschreibung Die Nachricht von der Tragödie in Crans-Montana hat auch uns hier in Küsnacht tief erschüttert. In einer Nacht, die für viele voller Leichtigkeit und Freude sein sollte, ist unermessliches Leid geschehen. Menschen wurden aus dem Leben gerissen, Familien und Freundeskreise mit einem Schmerz konfrontiert, für den es keine Worte gibt.
Was für viele als festlicher Neubeginn gedacht war, hat sich in einen tiefen Riss verwandelt – durch Hoffnung, durch Vertrauen, durch das, was selbstverständlich schien.
In solchen Momenten wird deutlich, wie verletzlich unser Leben ist – und wie kostbar die Nähe, die wir einander schenken können. Als Kirche vor Ort stehen wir nicht am Rand des Geschehens. Wir stehen in der Mitte menschlicher Erfahrung: im Fragen, im Aushalten, im Trösten – und im Gebet. Denn wir wissen: Es gibt keine einfachen Antworten auf das Leid. Aber es gibt die Verheissung, dass wir nicht allein sind.
In Psalm 34 heisst es: «Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind.» Dieses Wort wird nicht leichtfertig gesprochen. Es ist Ausdruck eines Glaubens, der sich gerade im Dunkel bewähren muss. Und es ist Erinnerung daran, dass Gott nicht fern ist, wo wir an unsere Grenzen kommen – sondern gerade dort ganz nahe.
Auch hier in Küsnacht spüren wir die Betroffenheit, das Mitfühlen, die Fragen. Und auch hier möchten wir als Gemeinschaft beistehen: im Gebet, in der Seelsorge, im solidarischen Dasein. Für die Menschen in Crans-Montana. Und für alle, die mittrauern, mitbangen, mittragen.
Am Freitag, 9. Januar erfolgt um 14.00 Uhr ein fünfminütiges Glockengeläut als Zeichen des gemeinsamen Innehaltens in der ganzen Schweiz.
Die Kirche steht Ihnen offen als Raum für Gebet, Stille und Trauer.
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